Das Logo auf der Visitenkarte

Signets und Logos als bedeutendes Element von Visitenkarten

Firmenlogos sind graphische Zeichen, die Emotionen beim Betrachter wecken und bestimmte kognitive Verknüpfungen provozieren wollen. Auf Visitenkarten stellen sie in der Regel einen wesentlichen optischen Bestandteil dar. Anhand des Firmenlogos findet beim Betrachter innerhalb kürzester Zeit eine vielschichtige Zu- und Einordnung der Visitenkarte statt. Insbesondere können bereits bekannte Logos auf einen Blick dem passenden Unternehmen zugeordnet und die vorhandenen kognitiven Verknüpfungen damit aufgerufen werden (Wieder-Auffinden, Erinnern).

Firmenlogos können - zum Beispiel als Akronyme - Buchstaben und Ziffern enthalten, wie die Logos von IBM und 3M. Genauso kann es sich um graphische Signets handeln, die den Namen oder die Tätigkeit des logoführenden Unternehmens unterstreichen, wie die Muschel aus dem Signet von Shell den Markennamen des Erdöl- und Energie-Unternehmens aufgreift, oder wie der Kranich im Firmenlogo von Lufthansa die Kernkompetenz "Fliegen" bei dem Luftfahrtunternehmen unterstreicht.

Logo nicht Must-Have

Nicht jeder Herausgeber einer Visitenkarte verfügt aber zwingend über ein Firmenlogo, und es ist bei der Gestaltung einer Visitenkarte keineswegs ein Must-Have. Denn mit der Verwendung eines Firmenlogos sind die Gestaltungsmöglichkeiten und -merkmale eines Unternehmens durchaus nicht ausgeschöpft. Auch Typographie, wiederkehrende Gestaltungs- und Strukturierungselemente sowie systematische Farbgebung können massgeblich zu einem unverwechselbaren Coprorate Design des Visitenkartenherausgebers beitragen.

Inspiration für Firmenlogos

Bei Planung oder Gestaltung eines Firmenlogos bieten sich die Logos der größten und bekanntesten Marken zur Inspiration an. Bei der Umsetzung von Designideen ist allerdings darauf zu achten, keine bestehenden Markenrechte damit zu verletzen. Selbst erstellte Logos wiederum können ihrerseits markenrechtlich geschützt werden.

http://www.markenlexikon.com/logos_a.html
http://www.dpma.de/marke/

Als Inspirationsquelle können auch Fotos oder sonstige Grafiken und Zeichnungen herangezogen werden. Die wesentlichen Elemente können darin mit Zeichenstiften hervorgehoben werden. Das Ganze kann auch mit einem Grafikprogramm wie Photoshop weiterbearbeitet werden. Die so entstehenden Konzepte lassen sich als Diskussionsgrundlage verwenden und mit Fachleuten wie Designern oder Mediengestaltern erörtern, oder - bei ausreichender Kenntnis in der Bedienung von Grafiksoftware - komplett selbst bzw. im eigenen Hause erstellen.

Logo designen lassen - individuell oder von der Stange

Die Erstellung eines individuellen Logos kann auch von Grund auf - zum Beispiel im Rahmen oder unter Zuhilfenahme eines Brainstormings - durch einen professionellen Designer erfolgen. Genauso ist es möglich, auf vorgefertigte Logos zurückzugreifen, die im Internet angeboten werden, und diese ggfl. den eigenen Wünschen entsprechend zu konfektionieren.

Viele Designer und Werbeagenturen haben sich auf die Erstellung von Logos, Firmensignets und Corporate Design spezialisiert. Nicht immer ist es allerdings einfach, einen geeigneten Designer oder eine passende Agentur zu finden, wenn man ein Logo erstellen lassen möchte. Hilfreich sind dann Internet-Plattformen, die die Ausschreibung solcher Designaufträge ermöglichen, in deren Verlauf mehrere Designer ihre Designvorschläge - konkurrierend - unterbreiten können. Der Vorteil dieser Plattformen liegt einerseits darin, dass man als Auftraggeber vorab ein Budget bestimmt und somit ohne Preisrisiko arbeitet. Zudem erhält man Vorschläge von verschiedenen Designern und somit eine heterogene, vielfältige Auswahl an Designideen. Bezahlt wird nur für das Design, für das man sich als Auftraggeber letztendlich entscheidet, zu dem im Voraus festgelegten Preis.

http://www.designenlassen.de/

Nicht ganz so individuell ist die Auswahl bei Anbietern vorgefertigter Logos. Allerdings ist diese vielfach sehr groß, so dass man viele verschiedene Vorschläge erhält. Zu beachten ist die Rechtslage bei der Verwendung solcher "Logos aus dem Lager": So wird in der Regel nicht vom Anbieter ausgeschlossen, dass er ein bei ihm gekauftes Logo nicht auch noch weiteren, anderen Kunden zum Kauf anbietet. In Sachen Individualität sind solche Logos also nicht hundertprozentig. Ebenso kann es nicht schaden, die markenrechtliche Situation bei der Verwendung dieser Logos zu prüfen. Allerdings macht der günstige Preis je nach Verwendungszweck ein solches Logo durchaus konkurrenzfähig zum individuellen Logo vom Designer.

http://99designs.de/logo-design/store