Ausgefallene Visitenkarten

Visitenkarten mit extravagantem Charakter

Was unter ausgefallenen Visitenkarten zu verstehen ist, hängt davon ab, was als durchschnittlich, als normal in Sachen Visitenkartengestaltung gelten kann. Und das wiederum ist abhängig davon, wie besonders diejenigen Visitenkarten sind, die man bereits kennt, oder ob man sich mit dem Thema bereits intensiv auseinandergesetzt und bereits Bildergalerien von ausgefallenen Visitenkarten betrachtet hat.

Als ausgefallen können Visitenkarten wohl sicher dann gelten, wenn sie schon aufgrund der Materialwahl oder der Form, mit der sie hergestellt wurden, nicht dem entsprechen, was man sich gemeinhin unter einer Visitenkarte vorstellt: Papierfläche, rechteckig, ähnlich groß wie eine Kreditkarte.

Materialien

So machen Visitenkarten gerade dann auf sich aufmerksam, wenn nicht das klassische Papier oder Karton als Bedruckstoff dienen. Ausgefallene Visitenkarten werden dann häufig mit Materialien hergestellt, die einen Zusammenhang zur Profession ihres Herausgebers erkennen lassen. Beispiele dafür sind Visitenkarten aus Baumwollstoff (Schneider), Fahnentuch (Fahnenhersteller), Holz (Tischler, Möbelhändler), transparenten Kunststoffen (Privatdetektiv), Stein (Fliesenleger) und viele mehr. Es wurden auch schon Visitenkarten aus elastischem Gummi hergestellt, die erst bei Dehnen des Materials lesbar sind, auch Lufballons wurden schon als Visitenkartenmedium genutzt. Weitere Trägermaterialien sind beispielsweise Bierdeckel, Spielfiguren, Glückskekse, Metall.

Formen

Auch die Form oder der Zuschnitt kann eine Visitenkarte ganz außergewöhnlich und besonders machen: Oft sind diese besonderen Formen mit Druckmotiven kombiniert, sodass bestimmte räumliche Objekte imitiert werden. Beispiele dafür sind Visitenkarten in Form und mit dem Motiv eines Teleobjektivs für einen Fotoapparat, bspw. als Visitenkarte eines Fotografen. Auch Visitenkarten, die in Form und Motiv ihren Herausgeber als Person abbilden, mit einem Foto der gesamten Person oder lediglich im Portrait, entsprechend zugeschnitten, sind im Umlauf. Genauso gibt es Visitenkarten, die gleichsam eine abgebissene Ecke aufweisen, insbesondere Restaurants oder Ernährungsberater könnten darin eine interessante Variante finden. Denkbar sind auch Visitenkarten in Form eines Fisches (Fischrestaurant), eines Autos (Kfz-Werkstatt) und viele mehr.

Die Herstellung solcher, in ihrer Form ausgefallenen Visitenkarten, stellt einen weiteren Arbeitsschritt nach dem Druck dar und verteuert den Herstellungsprozess tendenziell. Es wird dafür eine entsprechende Schneide- bzw. Stanzform hergestellt, mit den notwendigen Maschinen werden die Visitenkarten nach dem Drucken passgenau zugeschnitten bzw. ausgestanzt.